Rückblick
Ich habe ziemlich schnell daran gedacht, alles aufzuschreiben. Aber es viel mir schwer, mich dazu aufzuraffen. Typisch. Jetzt habe ich es doch geschafft und werde wohl am Anfang anfangen.
Zuerst einmal zu mir. Mein Name ist A., bin 24 und leide an Depressionen.Seit 3 Jahren bin ich mit meinem Freund M. zusammen und seit 2 Jahren wohnen wir zusammen. Ich mache zur Zeit eine Ausbildung bei einem großen Konzern und bin soweit zufrieden damit. Ich weiß, dass mein Leben wesentlich schlechter sein könnte.
Vermutlich war ich immer schon etwas sensibel und eher melancholisch veranlagt, aber seit Mai ungefähr hat sich etwas verändert. Diese Veränderung war gerade am Anfang fast nicht zu bemerken und eigentlich nicht der Rede wert, also habe ich nicht drüber gesprochen. Nach und nach wurde es aber immer stärker: dieses Gefühl der Antriebslosigkeit und der Unfähigkeit einfach mal Spaß zu haben. Meine Laune war einfach immer irgendwie neutral. Grau. Das Meiste war mir egal oder egal geworden.
Dann kamen die körperlichen Beschwerden dazu. Bei mir ist es am schlimmsten, dass ich Nachts mit den Zähnen knirsche und dauernd aufwache oder wirre Träume habe. Dann wache ich morgens auf und fühle mich, als hätte ich gar nicht geschlafen. Mein Kiefer fühlt sich falsch an, als würde er wachsen oder sich verschieben. Anders als sonst. Beängstigend.
Bauchweh habe ich auch ständig. Das habe ich vorallem, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle oder es mir zu viel wird. Es nervt. Und dann das Gefühl, nicht tief einatmen zu können. So, als wären meine Lungen blockiert. Als mir klar wurde, dass ich eigentlich ständig daran dachte wie ich mich umbringen könnte, fing ich an mich zu sorgen,
Irgendwann beschloss ich zu googlen. Es gibt viele Tests, bei denen man herausfinden kann, ob man unter Depressionen leidet. Es kam sehr schnell ein klares ja dabei raus. Ich dachte nur "Du hast zu viel darüber gelesen und deine Antworten völlig beeinflusst. Du bist doch erst 24." Hellhörig war ich trotzdem geworden. Als ich mir selbst sicher war, dass ich krank bin, überlegte ich, ob ich mit meinem Freund drüber reden sollte. Vielleicht hatte er was bemerkt oder eben auch nicht und er würde mich beruhigen.
EInes Abends im Bett sagte ich etwas wie "Schatz, ich glaube ich bin krank. Aber eher im Kopf als körperlich." M. hörte aufmerksam zu und, wie erwartet, beruhigte er mich. Doch so richtig verstehen konnte er mich scheinbar nicht. Das warf mich weit zurück. Dann fing auch das Zucken im Auge an. Und ich nahm mir vor, wenn dieses graue Gefühl nicht nach unserem gemeinsamen Urlaub aufhörte, würde ich zum Arzt gehen.
Zuerst einmal zu mir. Mein Name ist A., bin 24 und leide an Depressionen.Seit 3 Jahren bin ich mit meinem Freund M. zusammen und seit 2 Jahren wohnen wir zusammen. Ich mache zur Zeit eine Ausbildung bei einem großen Konzern und bin soweit zufrieden damit. Ich weiß, dass mein Leben wesentlich schlechter sein könnte.
Vermutlich war ich immer schon etwas sensibel und eher melancholisch veranlagt, aber seit Mai ungefähr hat sich etwas verändert. Diese Veränderung war gerade am Anfang fast nicht zu bemerken und eigentlich nicht der Rede wert, also habe ich nicht drüber gesprochen. Nach und nach wurde es aber immer stärker: dieses Gefühl der Antriebslosigkeit und der Unfähigkeit einfach mal Spaß zu haben. Meine Laune war einfach immer irgendwie neutral. Grau. Das Meiste war mir egal oder egal geworden.
Dann kamen die körperlichen Beschwerden dazu. Bei mir ist es am schlimmsten, dass ich Nachts mit den Zähnen knirsche und dauernd aufwache oder wirre Träume habe. Dann wache ich morgens auf und fühle mich, als hätte ich gar nicht geschlafen. Mein Kiefer fühlt sich falsch an, als würde er wachsen oder sich verschieben. Anders als sonst. Beängstigend.
Bauchweh habe ich auch ständig. Das habe ich vorallem, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle oder es mir zu viel wird. Es nervt. Und dann das Gefühl, nicht tief einatmen zu können. So, als wären meine Lungen blockiert. Als mir klar wurde, dass ich eigentlich ständig daran dachte wie ich mich umbringen könnte, fing ich an mich zu sorgen,
Irgendwann beschloss ich zu googlen. Es gibt viele Tests, bei denen man herausfinden kann, ob man unter Depressionen leidet. Es kam sehr schnell ein klares ja dabei raus. Ich dachte nur "Du hast zu viel darüber gelesen und deine Antworten völlig beeinflusst. Du bist doch erst 24." Hellhörig war ich trotzdem geworden. Als ich mir selbst sicher war, dass ich krank bin, überlegte ich, ob ich mit meinem Freund drüber reden sollte. Vielleicht hatte er was bemerkt oder eben auch nicht und er würde mich beruhigen.
EInes Abends im Bett sagte ich etwas wie "Schatz, ich glaube ich bin krank. Aber eher im Kopf als körperlich." M. hörte aufmerksam zu und, wie erwartet, beruhigte er mich. Doch so richtig verstehen konnte er mich scheinbar nicht. Das warf mich weit zurück. Dann fing auch das Zucken im Auge an. Und ich nahm mir vor, wenn dieses graue Gefühl nicht nach unserem gemeinsamen Urlaub aufhörte, würde ich zum Arzt gehen.
Choqo - 18. Aug, 11:48
